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 Unser Rudel

 

Unser Rudel setzt sich zusammen aus Bora einer Deutschen Schäferhündin eine alte DDR-Leistungslinie, Amak und Navajo zwei Saarlooswolfhunde und Mishka einem Husky/Laika Mix aus einem Moskauer Tierheim.

Diese Hunde sind so unterschiedlich in ihrem Wesen und Charakter, das man manchmal glauben könnte, sie kommen von unterschiedlichen Planeten. Im Laufe der Zeit sind alle zu einem sehr harmonischen Rudel zusammen gewachsen. 

 

Bora unsere Deutsche Schäferhündin ist eine reine Sportskanone. Sie möchte permanent für ihre Menschen arbeiten, ihnen gefallen ohne Unterlass und gibt dabei immer 100%. Sie braucht körperliche und vor allem viel geistige Auslastung. Die bekommt sie durch eine gut dosierte Beschäftigung  wie Longierarbeit und viel Nasenarbeit. Bei ihr muss man sehr aufpassen, das sie Möglichkeit bekommt, sich zwischenzeitlich zu entspannen, da sie kein Ende findet und bis zur totalen Erschöpfung arbeiten würde. Man muss sie regelrecht zwingen, einmal nichts zu tun. Auch das muss "Hund" lernen.

 

Amak unser  Saarloos ist im Aussehen einem Wolf sehr ähnlich. Diese Rasse kann ein sehr unterschiedliches Wesen aufzeigen, das von normal, "hundeähnlich" bis hin zu "wolfsähnlich", also bis scheu und schreckhaft reicht. Manchmal schaut der "Hund" und ein anderes Mal der "Wolf" aus ihm heraus. Fremden gegenüber verhält er sich anfänglich sehr distanziert, er selbst bestimmt den Zeitpunkt und die Art des Kontakts zum Besucher. Meist schleicht er sich heimlich von hinten an die unbekannte Person heran, um sie zu beschnüffeln, Amak will immer wissen, mit wem er es zu tun hat. Respektiert man dieses Verhalten und lässt ihm seine Zeit, hat man gute Chancen ihn gleich beim ersten Treffen streicheln zu können. 

Er zeigt die Vorsichtigkeit und das schnelle Reaktionsvermögen eines Wolfs, gepaart mit der Anhänglichkeit und Treue des Hundes.

Der Saarloos ist ein sehr eigenständiger Hund, von dem man Gehorsam vom Welpenalter an nicht erwarten kann. Amak, ist in seinem Verhalten eher der "wolfsähnliche" Typ, er hat mich gelehrt, was wirkliche Geduld bedeutet.

Es sind hochsoziale Tiere, für die das Rudel und sein harmonisches Zusammenspiel untereinander,egal ob zwischen Zwei- oder Vierbeinern, das Allerwichtigste ist.

Er lässt sich nur zu einer Beschäftigungen motivieren, wenn er gerade Lust darauf hat. Diese Eigenständigkeit macht ihn so speziell und zugleich unwiderstehlich.

 

Seit Dezember 2013 haben wir einen Neuling in unserem Rudel. Er heißt Mishka, ist ca 8 Jahre alt und lebte 5 Jahre davon in einem Moskauer Tierheim unter sehr schlimmen Umständen.

Trotz aller Widrigkeiten hat er sein absolut wunderbares Wesen behalten, er ist der Ruhepol in unserem Rudel und der eigenständigste und souveränste Hund den ich je kennen gelernt habe. Er steht so zusagen, durch seine über die Jahre erworbene"Weisheit", über den Dingen.

Wahrscheinlich ist er eine Mischung aus Husky und Laika. Er braucht nicht wirklich einen Menschen an seiner Seite um zu überleben, aber er genießt jetzt langsam die Vorteile, die es hat, sich an einen Menschen zu binden und sein Vertrauen wächst stetig. Er ist ein Hund der sich gern einfügt, aber niemals unterordnet, man kann ihn zu nichts zwingen. Er macht bis heute kein "Sitz" oder "Platz" auf Kommando. Darauf habe ich bei ihm auch nicht so viel Wert gelegt. Wichtig ist , das er stoppt wenn ich es sage und zurück kommt wenn ich ihn rufe und beides funktioniert ganz toll.

Als er bei uns eingezogen ist, dauerte es Wochen bis er überhaupt Berührungen zugelassen hat. Dabei machte er sich immer sehr klein und erstarrte wie eine Salzsäule, er wartete einfach, bis es wieder vorbei war. Auch das Anleinritual dauerte anfänglich sehr lange. Er hatte sein Vertrauen in die Zweibeiner komplett verloren oder er hatte menschliche Nähe nie wirklich kennen gelernt. Ich nahm den Wildling so an wie er war und gab ihm die Zeit die er brauchte, um sich in dieser neuen Welt zurecht zu finden und wieder Vertrauen zu fassen. 

Heute, ist er ein richtig verschmuster Kuschelbär, er sucht gern unsere Nähe und genießt die täglichen Streicheleinheiten in vollen Zügen. Er hat sogar zwei Jobs als Besuchshund. Wir arbeiten einmal in der Woche einem Behindertenwohnheim und erfreuen die Bewohner eines Altersheims mit unserem Besuch.

Er freut sich seines neuen Lebens. Mittlerweile läuft er ohne Schleppleine und ich muss mir keine Sorgen mehr machen, das er seine eigene Spazierroute wählt.

Der Weg bis dort hin war nicht immer einfach, aber mit viel Geduld , Liebe, Respekt und Aufzeigen von Grenzen ist so vieles möglich.

Es ist jeden Tag auf`s Neue äußerst spannend die Kommunikation der einzelnen Hunde untereinander zu beobachten und es lässt mich oft sehr schmunzeln, wenn ich ihre Strategien durchschaue.

Da wird durch eine vermeintliche Spieleinladung vom Knochen weggelockt, um an das begehrte Stück zu kommen, oder es wird durch eine raffinierte und ich möchte fast sagen , "nette" Art und Weise getestet, ob Bora unsere strenge Schäferhunddame, ich nenne sie auch manchmal "Frau Schuldirektorin", das Zepter noch immer so fest in der "Pfote"hält wie am Tag zuvor. Dabei kam es bis heute nie zu ernsthaften Auseinandersetzungen.

Beachtet der Mensch in einer Mehrhundehaltung die Konstellationen unter den Hunden und greift ruhig und gelassen nur in stark aufkeimende Konflikte ein, hat man ein entspanntes und ausgeglichenes Rudel.

Die Hunde sollten dabei immer die Möglichkeit haben, "normale" nicht so tiefgreifende Konflikte selber lösen zu können.

 

Seit Ende Juni 2014 haben wir noch einen zweiten Saarlooswolfhound in unserem Rudel. Er heißt Navajo und kam mit 9 Wochen zu uns. Er ist ein extrem verschmuster Kerl, der viel körperlichen Kontakt zu "seinen" Menschen braucht. Er ist wie ein Sonnenschein, der immer gute Laune verbreiten und für jeden Schabernack bereit ist.

Amak freut sich sehr, das es jetzt einen Hundekumpel gibt, der "seine Sprache" spricht. Es ist einfach köstlich zu beobachten, wie die Beiden sich "unterhalten". Meistens dann, wenn sie zusammen auf einem der Hundekissen liegen. Da wird gezwitschert, gejault und gemeckert, weil jeder seinen Anspruch auf diesen einen Schlafplatz kund tun will. Das ganze Schauspiel geht dann mehrere Minuten, bis meistens der Große freiwillig das Feld räumt, weil der Kleine irgendwann nervt.

Der Saarloos ist in seinem Wesen für mich ein ganz besonderer Hund. Sie sind Meister im lesen von Menschen, zeigen auch deutlich die kalte Schulter, wenn ihnen einer nicht so symphatisch oder zu aufdringlich ist. Sie sind einfach unbestechlich und finden am schnellsten zu authentisch wirkenden Personen Kontakt. Wenn sie einmal einen Menschen in ihr Herz geschlossen haben, dann für ein Leben lang.

 

Die Vier sind meine besten Lehrmeister!

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